Liebe Freunde des Carl-Auer Verlags,

„Geschichten sind die Art und Weise, wie Menschen und ihre sozialen Systeme mit Veränderungen umgehen.“ – Dieser Satz könnte von jedem der im heutigen Newsletter vorgestellten Autoren stammen. Ob mündlich übermittelt, gelesen oder vorgelesen: Geschichten umschwirren uns überall. Und jede Frage kann zum initialen Auslöser für unerwartete, überraschende und anregende Erzählungen werden! Gutes Storytelling hat viel mit Interesse zu tun, mit „dazwischen sein“, „dabei sein“, also mit innerer Beteiligung. Das macht eine Story authentisch – und einen guten Storyteller auch!

Unser Thema ist die Narration: Es geht um interessiertes Fragen, um das Suchen und Finden von Metaphern und um das Knüpfen von Beziehungen unter dem Zauber faszinierender Geschichten, aber auch um das Aufspüren von Fabeln, die mancher lieber unerzählt lassen würde.

Alle heute empfohlenen Bücher haben einen klaren Praxisbezug, sind lehrreich und anschaulich. Einige liefern das richtige Handwerkszeug gleich mit, um selbst zum geistreichen Geschichtenerzähler zu werden. Und sollten Sie weiterlesen, werden Sie schließlich auch erfahren, wer für den Eingangssatz verantwortlich ist.

Dies ist der letzte Carl-Auer-Newsletter im Jahr 2017. Wir danken Ihnen für Ihr Interesse und wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest mit schönen Geschichten und guten Büchern!

1. Niklas Luhmann (1927-1998)

Am 8. Dezember 2017 wäre einer der bedeutendsten Vordenker der systemischen Theorie, Niklas Luhmann, 90 Jahre alt geworden. „Luhmann lesen ist wie Techno zu hören“ titelte vor einigen Jahren die Welt. So weit muss die Begeisterung nicht zwingend gehen, aber Luhmanns umfassendes philosophisch-theoretisches und sozialwissenschaftliches Werk wird intensiv rezipiert und sein berühmter Zettelkasten stellt seine Nachlassverwalter noch immer vor beträchtliche Probleme der Zuordnung.

So viel sei an dieser Stelle verraten: Auch Fritz B. Simon wird sich im Frühjahr 2018 mit hochaktuellen Überlegungen zur Relevanz des konstruktivistischen und systemischen Denkens zurückmelden, und selbstverständlich wird Luhmann dabei ein wichtiger Navigationspunkt sein.

Luhmanns Geburtstag bietet zahlreiche Anlässe für Kongresse und Veranstaltungen. So findet am 8. und 9. Dezember 2017 an der Universität Bielefeld eine Tagung über die Prämissen seiner Gesellschaftstheorie statt. Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

Wer noch die Stimme von Niklas Luhmann im Ohr hat, kann sie hier wiederhören. Wer Buchtipps im Umkreis des Luhmannschen Denkens sucht, kann sich hier Anregungen holen, und last but not least gibt es hier ein Erklärvideo zur Systemtheorie, das wirklich nett anzuschauen ist.


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(Niklas Luhmann © Marc Darchinger)
Niklas Luhmann: „Einführung in die Systemtheorie“

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2. „Atemberaubend wie ein Krimi“

Ein komplettes Lehrbuch über eine einzige Methode aus dem nicht eben kleinen Repertoire der systemischen Therapie und Beratung? Als „Zirkuläres Fragen – Systemische Therapie in Fallbeispielen: Ein Lernbuch“ von Fritz B. Simon und Christel Rech-Simon 1998 erschien, wurde schnell klar, was das Buch für den Theorie-Praxis-Transfer leistet. Die „Buchrezension“ schrieb damals: „Dieses Buch ist atemberaubend wie ein Krimi und aufschlussreich wie ein gutes Coaching.“ Die Autoren stellten konkrete, zum Teil höchst ungewöhnliche Fälle und Interviews vor, um damit die systemischen Fragetechniken inhaltlich zu erschließen und gleichzeitig zu illustrieren. Das war ebenso neu wie hilfreich.

Heute gehört das „Lernbuch“ zur Grundausstattung jedes angehenden systemischen Therapeuten und Beraters. Noch nach der 12. Auflage hinterlassen begeisterte Leser Kommentare wie diesen bei amazon.de: „Trotz der Jahre, die seit der Erstauflage dieses Buches vergangen sind, hat es nichts an Aktualität verloren. Es wirkt inspirierend, greift Themen auf, die immer wieder in Therapien vorkommen, und zeigt mögliche Aufarbeitungsansätze im Familien- und Paarkontext auf.“ Ganz beiläufig schult es die Leser, zirkuläre Fragetechniken auch selbst anzuwenden und in Kommunikationsprozesse – durchaus auch außerhalb der professionellen Kontexte – einzubinden.

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Fritz B. Simon, Christel Rech-Simon:
„Zirkuläres Fragen – Systemische Therapie in Fallbeispielen: Ein Lernbuch“

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3. Nicht jede Frage ehrt den Fragesteller

„Es gibt nichts Schlimmeres als Fragen, die mit einer gewissen Aufdringlichkeit gestellt werden, kein rühmliches Licht auf die Intelligenz des Fragenden werfen oder gar ein gewisses Potenzial von Kränkung in sich bergen.“ Solche den Sprecher entlarvende Fragen können im professionellen Umfeld großen Schaden anrichten, wenn sie von Therapeuten und Beratern gestellt werden, denn Klienten erwarten von ihnen eine gute Gesprächsführung und Initiative. Das gibt ihnen Vertrauen und Sicherheit. Es ist deshalb für Beratungsprofis überaus wichtig, neben der richtigen Fragetechnik auch die Klaviatur der Zwischentöne gut zu beherrschen. Zur nötigen Sensibilisierung und Inspiration, angereichert mit tausend (!) Beispielfragen, verhilft „Fragen können wie Küsse schmecken – Systemische Fragetechniken für Anfänger und Fortgeschrittene“ von Carmen Beilfuß.

„Inhaltlich durchgängig ist die ressourcenorientierte Ausrichtung, die fantasievoll, frisch, manchmal frech, humorvoll, immer respektvoll gegenüber den Klienten, aber positiv respektlos gegenüber Ideen und Einstellungen daherkommt und so den Fragenempfänger irritiert, verstört, lockt und anregt, eigene Ressourcen auszugraben und Kräfte zu mobilisieren.“ (Systhema, 1/2009)

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Carmen Beilfuß: „Fragen können wie Küsse schmecken – Systemische Fragetechniken für Anfänger und Fortgeschrittene“

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4. Man kann nicht nicht imaginieren

„Die Imagination gehört wie die Sprache, der Werkzeuggebrauch und der aufrechte Gang zur Grundausstattung des Menschen“ – so lautet der erste Satz in Harald Ullmanns „Einführung in die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP)“. Imaginationen, Tagträume und Fantasien sind das „Arbeitsmaterial“ der KIP. Dazu eignen sie sich in ganz besonderer Weise, weil die Imaginationen eines Menschen absolut einzigartig und Ausdruck seiner Persönlichkeit sind. Sie können Symptomträger oder Repräsentanten sein, Symbolcharakter haben und vieles mehr.

Ein weiterer Grundgedanke Ullmanns ist die Einsicht, dass es in jeder Therapie um Beziehungsgestaltung geht. In der Katathym Imaginativen Therapie tritt der Therapeut mit seinem Klienten in einen gelenkten dialogischen Prozess. Er ermutigt behutsam zur genauen Betrachtung der inneren Bilder, unterstützt bei Konfrontationen und eröffnet so Möglichkeiten, alternative Verhaltensweisen und Beziehungsmuster zu erkennen und zu erproben.

So kann die KIP zum Beispiel sehr vernunftbetonten Menschen dazu verhelfen, sich unterdrückten Imaginationen zuzuwenden und sie als Ressourcen anzuerkennen. Besondere Wirksamkeit erlangt die KIP in der Verbindung mit anderen Therapiemethoden, etwa mit der Verhaltenstherapie oder mit der Gestalttherapie. Ihre methodische Offenheit stellt Harald Ullman in seinem hervorragend gegliederten Einführungsbuch als eine besondere Qualität der KIP heraus, weshalb die Lektüre Therapeuten aller Schulen uneingeschränkt zu empfehlen ist.

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(Harald Ullmann © Klaus Lorenz)
Harald Ullmann: „Einführung in die Katathym Imaginative Psychotherapie (KIP)“ Neuerscheinung!

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5. Kopf- und Bauchweh durchs Schmerztor vertreiben

Die Psychologin und Hypnotherapeutin Andrea Kaindl ist eine erfolgreiche Schmerztherapeutin. Im Zentrum von„Chillen unterm Sorgenbaum – Chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Ein verhaltens- und hypnotherapeutisches Behandlungsmanual“ stehen junge Schmerzpatienten mit unklaren diagnostischen Befunden.

„Viele schmerzgeplagte Kinder und Jugendliche erleben ihren Körper aufgrund der Schmerzen und der daraus resultierenden Beeinträchtigungen als feindlich“, weiß die Autorin. Chronische Schmerzen verursachen Vermeidungsverhalten, physische und psychisch-mentale Prozesse treten in enge Koppelung. Durch mangelnde Selbstwirksamkeit im Umgang mit Anforderungen, Belastungen und Schmerzen verfestigt sich das Rückzugsverhalten immer mehr, Behandlungserfolge schwinden.

Typisch für die Hypnotherapie ist die Arbeit mit Narrationen und Metaphern. Für ihre Patienten hat Andrea Kaindl ein zentrales Bild entwickelt: Das Schmerztor. Seine Wirksamkeit erklärt die Autorin so: „Das Schmerztor ist ein Modell für die komplexen Prozesse der Schmerzentstehung und –aufrechterhaltung im Zentralnervensystem. Mithilfe dieses Modells können sehr einfach die psychologischen Einflüsse auf den Schmerz und deren Rolle bei der Chronifizierung erklärt werden. Damit wird den betroffenen Kindern und ihren Eltern eine Distanzierung vom Schmerzproblem ermöglicht und erste hilfreiche Maßnahmen können schon während der Psychoedukation entwickelt werden.“

Wie Andrea Kaindls methodische Integration von Hypnose- und Verhaltenstherapie zum Wohle des Schmerzpatienten genau aussieht, ist im Buch nachzulesen. Etwas allgemeiner spricht sie hier im Interview darüber.

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Andrea Kaindl: „Chillen unterm Sorgenbaum – Chronische Schmerzen bei Kindern und Jugendlichen. Ein verhaltens- und hypnotherapeutisches Behandlungsmanual“ Neuerscheinung!

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6. Eine berühmte Hypnotherapeutin bittet zum Spitzentanz

In ihrem Vorwort zu „Gärtner, Prinzessinnen, Stachelschweine – Metaphern und Geschichten für die persönliche und berufliche Entwicklung“ bittet Consuelo Casula darum, „die Welt der Metaphern auf Zehenspitzen zu betreten, um sie mit allen Sinnen zu erkunden“. Metaphern gehören für die Philosophin, Psychologin und international renommierte Hypnotherapeutin so untrennbar zur mündlichen Kommunikation wie die Stimmen oder die Atemzüge der Erzähler. Die gesprochene Sprache habe eine „andere Codierung“ als der verschriftlichte Text, weshalb das Schreiben über Metaphern eine durchaus paradoxe Herausforderung sei.

Das endlich auf Deutsch vorliegende Lese- und Arbeitsbuch zeigt, mit welcher Bravour Consuelo Casula diese Aufgabe gemeistert hat. Zwar wollte die Autorin nicht ganz auf eine theoretische Einführung in die Metaphernlehre im hypnotherapeutischen Kontext verzichten, aber ihre Geschichten vom wirksamen Einsatz der Bilder und Symbole bieten so viele Anlässe zum kreativen „Weiterfabulieren“, dass kaum ein fachkundiger Leser das Buch ohne sehr viel Gewinn für sein eigenes therapeutisches Repertoire wieder aus der Hand legen wird.

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Consuelo Casula: „Gärtner, Prinzessinnen, Stachelschweine – Metaphern und Geschichten für die persönliche und berufliche Entwicklung“

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7. Eine echte Weiterbildungsmaßnahme für Trainer, Berater und Coachs

Unternehmen haben längst erkannt, dass Storytelling in Marketing und Unternehmenskommunikation wirksamer ist als reine Faktenvermittlung. Mit Geschichten erreicht man Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter einfach besser als mit Zahlen. Nur, im eigenen Unternehmen werden Manager wenig geneigt sein, sich davon überzeugen zu lassen, dass ihre evidenzbasierten, rationalen Entscheidungen letztlich eben auch auf fabelhaften Konstruktionen beruhen.

Michael Müller zeigt in „Einführung in narrative Methoden der Organisationsberatung“, wie konstitutiv solche „Fabeln“ für die Gegenwarts- und die Zukunftsgestaltung sämtlicher Organisationen, Institutionen und öffentlichen Räume sind. „Geschichten sind die Art und Weise, wie Menschen und ihre sozialen Systeme mit Veränderungen umgehen“, weiß Müller und umreißt damit ein riesiges Arbeitsfeld. Er erklärt im Detail und mit vielen Beispielen aus seiner Beratungspraxis, wie unterschwellig narrative Strukturen wirken und wie sie aufgedeckt werden können. Er bietet wunderbares Werkzeug auch für all jene, die an ihrer eigenen Geschichte arbeiten wollen.

„Dieses Buch zu lesen ist eine echte Weiterbildungsmaßnahme für Trainer, Berater und Coachs. Sie lernen die wichtigsten narrativen Methoden kennen und können anschließend mit den unterschiedlichsten Formaten gezielt Aufmerksamkeit, emotionale Bindung und Identifikation (zum Beispiel für einen Change-Prozess) erzeugen.“ (Wirtschaft + Weiterbildung, Juli 2017)

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(Porträt © Markus Wendling)
Michael Müller: „Einführung in narrative Methoden der Organisationsberatung“

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8. Dem Interesse eine Hauptrolle!

Interesse hat mit innerer Beteiligung und Bezogenheit zutun. Es ist Ausdruck einer Haltung. Vielleicht hat Edgar H. Schein das Interesse deshalb zum Grundpfeiler seines Prinzips Humble Consulting gemacht. Die Entdeckung des Interesses, zuvor nur Nebendarsteller im Beratungskontext, hat Schein zu einem der herausragenden Theoretiker und Praktiker der modernen Organisationsberatung gemacht.

„Humble Consulting – Die Kunst des vorurteilslosen Beratens“ beginnt mit der ersten Begegnung zwischen Berater und Klient. Diese versteht Schein bereits als eine Intervention. Sie soll – wie der gesamte Beratungsprozess – von Neugierde und dem Interesse des Beraters an seinem Klienten getragen sein. So entstehen vertiefende persönliche Beziehungen, Schein nennt sie Level-2-Beziehungen, die es dem Klienten nach und nach ermöglichen, unterschiedliche Sichtweisen einzunehmen und schließlich selbst zu erkennen, welches die nächsten Schritte zur Problemlösung sein könnten.

Mit seinem auf vertiefende Beziehungen ausgerichteten Beratungsansatz, dessen kommunikationstheoretische Wurzeln unter anderem auf Kurt Lewin zurückreichen, stellt sich Edgar H. Schein gegen einfache Beratungskonzepte mit fertigen Lösungsangeboten und übt subtil Kritik an Beratern mit Allwissenheitsattitüden.

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Edgar H. Schein: „Humble Consulting – Die Kunst des vorurteilslosen Beratens“ Neuerscheinung!

Mehr zum Thema:
Im Video erklärt Edgar H. Schein in knappen Sätzen sein Konzept von „Humble Consulting“ (auf Englisch).

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9. Kaffee und Kuchen mit Kurt Lewin

Kurt Lewin (1890-1947), der Begründer der Feldtheorie, war einer der einflussreichsten Pioniere der modernen experimentellen Sozialpsychologie. Man könnte ihn durchaus als kongenialen Vorläufer des systemischen Denkens und Handelns betrachten.

Nur wo sich die Wahrnehmung ändert, kann sich auch Verhalten ändern, lautet ein Kernsatz der Feldtheorie. Getreu dieser Maxime lenken Monika Stützle-Hebel und Klaus Antons in „Einführung in die Praxis der Feldtheorie“ den Blick auf Prozesse in sozialen Systemen. Mithilfe der Feldtheorie erläutern sie deren Dynamik, zeichnen das Zusammen- und Gegeneinander-Wirken von Feldkräften in Individuen, Gruppen, Teams und Organisationen nach.

Das klingt nach schwer verdaulicher Kost. Doch angeregt vom Satz von der Veränderlichkeit der Wahrnehmung und von der Alltagsnähe des lewinschen Denkens haben die Autoren ihre methodischen Überlegungen in eine durchlaufende Rahmenhandlung eingebettet. Dabei begegnet der Leser Kurt im Straßencafé und begleitet ihn ein Weile durch den Tag.

Die Autoren nehmen uns mit auf eine anschauliche, lehrreiche und bisweilen lustige Reise durch die Feldtheorie und deren zentrale Begriffe und liefern nebenbei eine profunde, inspirierende und überaus geistreiche Einführung in Lewins Gedankenwelt.


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Klaus Antons, Monika Stützle-Hebel: „Einführung in die Praxis der Feldtheorie“ Neuerscheinung!

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10. ... und die Bewerbungsfrist für den SG-Praxispreis nicht vergessen!

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Werden Sie kreativ! Am 28. Februar endet die Bewerbungsfrist zum Praxispreis der Systemischen Gesellschaft 2018. Wer eine innovative Projektidee zum Thema systemische Theorie und Praxis in der Schubade hat, reiche zügig eine Kurzbeschreibung, ein Audio, einen Film oder einen anderen Informationsträger ein. Die Teilnahmebedingungen und Ansprechpartner finden Sie hier.

Wer noch Inspiration nötig hat, kann sich online die Gewinnerprojekte der vergangenen Jahre ansehen. Dann wird schnell deutlich, wie offen die Jury für Themen und Umsetzung ist. Das Spektrum ist wirklich erstaunlich.

2018 und 2019 lockt zusätzlich zum Preisgeld ein dickes Bücherpaket vom Carl-Auer Verlag, denn das 25-jährige Bestehen der Systemischen Gesellschaft (SG) im Jahr 2018 und das 30-jährige Gründungsjubiläum des Carl-Auer Verlags im Jahr 2019 waren für uns willkommene Anlässe, die Kräfte zur Förderung des systemischen Denkens zu bündeln und Sponsor des SG-Praxispreises zu werden.

In der Jury sitzt der Carl-Auer Verlag natürlich nicht. Dafür drücken seine Mitarbeiter allen Teilnehmern aber kräftig die Daumen!

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11. Veranstaltungstipps: Carl-Auer Akademie empfiehlt!

Carl-Auer Akademie

17. Januar 2018, Bruchsal
Vernetzungs- und Ressourcentag zum zehnjährigen Jubiläum der SopHiE gGmbH!
Mit Gunther Schmidt und Mechthild Reinhard

Carl-Auer-Literaturtipps:
Rudolf Klein, Gunther Schmidt: „Alkoholabhängigkeit“
Rainer Orban, Gabi Wiegel: „Ein Pfirsich ist ein Apfel mit Teppich drauf – Systemisch arbeiten im Kindergarten“
Ben Furman: „Ich schaffs! – Spielerisch und praktisch Lösungen mit Kindern finden – Das 15-Schritte-Programm für Eltern, Erzieher und Therapeuten“

25. bis 26. Januar 2018, Basel
Changetagung – Identität in der modernen Arbeitswelt
Zugehörigkeit - Netzwerke - Führung
Referenten u. a. Hans Peter Wimmer, Gerhard P. Krejci, Monika Stützle-Hebel und Klaus Antons

Carl-Auer-Literaturtipps:
Klaus Antons, Monika Stützle-Hebel: „Einführung in die Praxis der Feldtheorie“
Edgar H. Schein: „Humble Consulting – Die Kunst des vorurteilslosen Beratens“
James G. March: „Zwei Seiten der Erfahrung – Wie Organisationen intelligenter werden können“

28. Februar bis 4. März 2018, Berlin
30. Kongress für Klinische Psychologie, Psychotherapie und Beratung
„Free your Mind“ – Psychotherapie im Wandel – 50 Jahre DGVT

Carl-Auer-Literaturtipps:
Michael Buscher, Klaus Hennicke: „Psychische Störungen bei Kindern und Jugendlichen mit Intelligenzminderung“
Elisabeth Wagner, Katharina Henz, Heiko Kilian: „Persönlichkeitsstörungen“
Wilhelm Rotthaus: „Suizidhandlungen von Kindern und Jugendlichen“

1. bis 3. März 2018, Dresden
Jahrestagung der DeGPT – „Trauma und Gesellschaft – Psychotraumatologie im gesellschaftlichen Diskurs"

Carl-Auer-Literaturtipps:
Reinert Hanswille, Annette Kissenbeck: „Systemische Traumatherapie – Konzepte und Methoden für die Praxis“
Alexander Korittko: „Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen“

15. bis 18. März 2018, Bad Kissingen
Jahrestagung 2018
Hypnotherapie: „Grenzen überwinden – das Mögliche (er)finden“
Die M.E.G.-Jahrestagung 2018 beschäftigt sich mit dem Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Ein weiterer Fokus der Tagung wird – passend zum 40jährigen Jubiläum der M.E.G. – auf der (Weiter-)Entwicklung der Hypnotherapie in Deutschland in diesem Zeitraum liegen.

Carl-Auer-Literaturtipps:
Agnes Kaiser Rekkas (Hrsg.): „Hypnose und Hypnotherapie – Manual für Praxis, Fortbildung und Lehre“ Erscheint im Frühjahr 2018!
„Vollmond am Strand – Hypnotische Sprache in 70 Tranceanleitungen“
Bernhard Trenkle: „3 Bonbons für 5 Jungs – Strategische Hypnotherapie in Fallbeispielen und Geschichten“

26. bis 28. April 2018, Wiesloch
„Und wohin ziehen die Drachen nun?“ … – 20 Jahre Organisationsaufstellungen – 15 Jahre infosyon

Internationaler Kongress für OrganisationsaufstellerInnen: Unter dem Titel „Derselbe Wind lässt viele Drachen steigen“ fand 1998 eine richtungsweisende Konferenz in Wiesloch statt. Die Drachen stiegen und Systemische Organisationsaufstellungen haben sich vielfältige Weise ausdifferenziert.

Schon deshalb lohnt nach 20 Jahren der Blick zurück: Welche Ansätze haben sich entwickelt, welche Anwendungsfelder sind mit welchen Charakteristika entstanden? In welchen Kontexten wird aufgestellt? Welche Formate werden eingesetzt? Und nach vorn geblickt: Wohin entwickelt sich die Methode und welche sind diesbezüglich unsere Zukunftsvorstellungen?

Vorträge von:
Gunthard Weber, Torsten Groth, Kirsten Nazarkiewicz, Georg Müller-Christ, Jan Jacob Stam, Matthias Varga von Kibéd

Workshops mit: Ah Fung, Friedrich Assländer, Katrina Barry, Guni Baxa, Diana Drexler, Christine Essen, Guillermo Echegaray, Marianne Franke- Gricksch, Gerhard Gigler, Stephanie Hartung, Judith Hemming, Klaus Horn, Birgt Theresa Koch, Erdmuthe Kunath, Albrecht Mahr, Georg Müller-Christ, Jane Petersen, Julio Príncipe, Cecilio Regojo, Claude Rosselet, Roswitha Riepl, Ruth Sander, Georg Senoner, Insa Sparrer, Jan Jacob Stam, Gerhard Stey, Gunthard Weber. (Ein Teil der Workshops auf Englisch.)

Eine Kooperation von Dr. Gunthard Weber, Claude Rosselet, infosyon e. V., Akademie im Park in Zusammenarbeit mit dem Wieslocher Institut für systemische Lösungen (WISL) und der Carl-Auer Akademie, Heidelberg (CAA).
Zur Anmeldung!

Carl-Auer-Literaturtipps:
Gunthard Weber, Claude Rosselet (Hrsg.): „Organisationsaufstellungen – Grundlagen, Settings, Anwendungsfelder“
Claude Rosselet , Georg Senoner: „MANAGEMENT MACHT SINN – Organisationsaufstellungen in Managementkontexten“
Insa Sparrer, Matthias Varga von Kibéd: „Klare Sicht im Blindflug – Schriften zur Systemischen Strukturaufstellung“

Kongressbuchhandlung

Die Heidelberger Kongressbuchhandlung versorgt Sie zuverlässig mit passender Fachliteratur direkt am Veranstaltungsort. Lassen Sie sich an unseren Büchertischen beraten!
Wichtiger Hinweis: Wer Veranstaltungen früher planen möchte, findet auf unserer Website einen umfangreichen Veranstaltungskalender.
Und noch ein Tipp: News und Informationen zum Carl-Auer Verlag, zu den Autoren und Publikationen finden Sie auf unserer Website unter Neuigkeiten sowie über Facebook, Twitter, Youtube und Xing. Alle lieferbaren Publikationen erhalten Sie direkt im Carl-Auer Shop.
Die Zustellung erfolgt deutschlandweit kostenlos!

mit herzlichen Grüßen
Ihr Carl-Auer Team

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