Liebe Freunde des Carl-Auer Verlags,

Die Generalkonferenz der UNESCO hat im Jahr 1995 den 23. April zum „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ ausgerufen. Inzwischen wird dieser Tag zu Ehren des geschriebenen Wortes und zum Schutz des geistigen Eigentums von Autoren in über einhundert Ländern mit Lesungen, Ausstellungen und anderen Veranstaltungen gefeiert.

Für das Jahr 2016 hat Carl-Auer deshalb die systemischen Schwergewichte aus seinem Verlagsprogramm beiseitegelassen und nach festtagskompatibler Lesekost Ausschau gehalten: nach Büchern, die im Idealfall kluge Einsichten mit Lesevergnügen zu verbinden wissen.
Lassen Sie sich von unseren Buchtipps anregen und überraschen!

1. „Helm Stierlin – Zeitzeuge und Pionier der systemischen Therapie“ von Michael Reitz

Helm Stierlin feierte vor wenigen Tagen seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass empfiehlt Carl-Auer ein Lesebuch im besten Wortsinn: Die Biografie „Helm Stierlin – Zeitzeuge und Pionier der systemischen Therapie“.

Michael Reitz gelingt entlang der Lebenslinien von Helm Stierlin die packende Darstellung eines bewegten Forscherlebens und zugleich eine lehrreiche Einführung in die systemische Therapie, als deren Mitbegründer und Spiritus Rector Helm Stierlin gilt.

Der Autor ist Journalist und ausgebildeter Therapeut. Sein Buch basiert auf der gründlichen Kenntnis der Schriften von Helm Stierlin und seinen Wegbegleitern. Doch den eigentlichen Kern der Biografie bildet eine Fülle von Gesprächen, die Reitz mit Helm Stierlin über einen Zeitraum von fast einem Dreivierteljahr hinweg führte.

So entstand eine lebendige und unprätentiöse, doch von Respekt und Wertschätzung zeugende Hommage an einen der Großen der systemischen Theorie und Praxis.

Buchinfos mit Leseprobe:
Michael Reitz: „Helm Stierlin – Zeitzeuge und Pionier der systemischen Therapie“

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2. „Strenger Vater“ Trump: Die Macht der Metapher in der Politik

In den US-Medien wird der Linguist und politische Analyst George Lakoff derzeit oft zitiert, wenn es um das Phänomen Donald Trump geht. Nach Lakoff ist Trumps Weltbild am Modell eines „strengen und gerechten Vaters“ ausgerichtet, also an der Rolle des Familienoberhaupts als der letzten Instanz in sämtlichen, auch in moralischen Fragen.

George Lakoff beschäftigt sich seit Jahren als Wissenschafter mit der Macht der Metaphern im politischen Diskurs. Seine Analysen bieten interessante Einsichten in das Zusammenspiel von Konservativismus und hierarchisch-autoritären Denkbildern. Sie lassen sich mühelos auf Europa oder andere Regionen übertragen.

Wer verstehen will, wie sich politische Agitatoren in der Rolle des „strengen Vaters" aggressiv und laut zum Sprachrohr eines oft bigotten Konservativismus machen und diesem zu mehr Selbstachtung, Autorität und in den USA vielleicht schon bald zu neuer politischer Macht verhelfen können, dem seien die im Carl-Auer Verlag erschienen Bücher von George Lakoff zur Lektüre empfohlen.

Buchinfos mit Leseprobe:
Einblick in das spannende Thema politischer Metaphern und ihrer verdeckten Wirkmechanismen geben George Lakoff und Elisabeth Wehling in ihrem Buch „Auf leisen Sohlen ins Gehirn – Politische Sprache und ihre heimliche Macht“ , das Mitte April 2016 in 4. Auflage und mit einem aktualisierten Nachwort zum Bild der „Flüchtlingswelle in Europa“ erscheinen wird.

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Wie Wirklichkeit selbst durch Metaphern bestimmt wird und wie Metaphern verschiedener Kulturen unterschiedliche Wirklichkeiten konstituieren, darum geht es in „Leben in Metaphern – Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern“ von George Lakoff und Mark Johnson.

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3. Keine Lust auf Frühlingsgefühle -– Die Krux mit dem erotischen Raum

Sexuelle Unlust der Frau führt in Partnerschaften häufig zu Konflikten. Dies gilt selbst dann, wenn Frauen subjektiv gar keinen Leidensdruck wegen ihres fehlenden sexuellen Begehrens empfinden. „Wenn es nach mir ginge, könnte es ein Leben ohne Sex geben, da ginge es mir bestens, aber ich weiß, dass das für meinen Mann gar nicht geht“, so eine Klientin im neuen Buch „Der erotische Raum – Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie“, herausgegeben von der Sexual- und Paartherapeutin Angelika Eck.

Für Angelika Eck verfestigt der Appell „Sei lustvoll!“ häufig ein therapeutisches Dilemma: Er erzeugt bei Klientinnen mitunter Unzulänglichkeitsgefühle und psychischen Stress, was die therapeutische Intervention zu einer zähen Angelegenheit machen kann.

Erst wenn die Frau lernt, ihr Begehren zwischen Nein und Ja oszillieren zu lassen, beginnt eine Bewegung, die Lösungsversuche ermöglicht, so die Autorin: Der erotische Raum kann eröffnet und neu ermessen werden. Lustlosigkeit als Kompetenz zu begreifen ist daher eine der zentralen Botschaften des Buches.


Buchinfos mit Leseprobe:
Angelika Eck (Hrsg.): „Der erotische Raum – Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie“
Die Beiträge zeigen ein breitgefächertes Spektrum therapeutischer Möglichkeiten auf, praxisnahe Fallbeispiele bieten einen hohen Grad an Anschaulichkeit. Mit Artikeln von Angelika Beck, Karoline Bischof, Johannes Bitzer, Ulrich Clement, Angelika Eck, Diana Ecker, Elsbeth Freudenfeld, Peggy Kleinplatz, Carina B. Pika, Dania Schiftan, Aglaja Valentina Stirn und Sibil Tschudin.

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4. „Die Glückspraline“ – Wer schön sein will, muss hören

Agnes Kaiser Rekkas hat im aktuellen Programm des Carl-Auer Verlags fünf neue CDs aufgelegt. Mit „Die Glückspraline – Überflüssige Pfunde zum Schmelzen bringen“ trifft die Autorin den Nerv all jener, die sich kurz vor Beginn der schönen Jahreszeit in den Kampf gegen die Winterpfunde stürzen wollen.

Agnes Kaiser Rekkas entfacht ein „inneres Freudenfeuer“, das in den Fettzellen gespeicherte seelische Blockaden zum Schmelzen bringt. Die sieben Tranceanleitungen zeigen Wege auf, innere Hemmnisse subtil abzuwehren und gleichzeitig positive und nachhaltige Impulse zu verstärken.

Informationen zur CD mit Hörprobe:
Agnes Kaiser Rekkas: „Die Glückspraline – Überflüssige Pfunde zum Schmelzen bringen. 7 Tranceanleitungen“

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Agnes Kaiser Rekkas, Dr. rer. biol. hum., Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin, Physiotherapeutin; Vizepräsidentin, Dozentin und Supervisorin der Deutschen Gesellschaft für Hypnose und Hypnotherapie (DGH), Leiterin des Fortbildungszentrums Süd. Privatpraxis in München; Internationale Lehr- und Forschungstätigkeit.

Agnes Kaiser Rekkas formuliert ihre auf Wirksamkeit hin überprüften Hypnosen in literarisch schönen Texten mit lebendiger und einfühlsamer Stimme. Ihre weiteren CDs im Carl-Auer-Frühjahrsprogramm:

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5. Carl-Auer Akademie: „Was ist der Fall? Und was steckt dahinter? – Diagnosen in Systemischer Theorie und Praxis“

Vom 25. bis 27. Mai 2017 findet in der Heidelberger Stadthalle ein schon jetzt stark nachgefragter Kongress statt: „Was ist der Fall? Und was steckt dahinter? – Diagnosen in Systemischer Theorie und Praxis“.

Ziel ist es, unterschiedliche Perspektiven zum Thema Diagnostik so breitgefächert wie möglich vorzustellen. Es erwarten Sie spannende und hoffentlich kontroverse Referate, Doppelworkshops und Symposien, die differenzierte Einblicke in unterschiedliche Praxen ermöglichen werden.

Veranstalter neben der Carl-Auer-Akademie ist Tom Levold (systemagazin), Hans Lieb, Wilhelm Rotthaus, Bernhard Trenkle sowie die Trenkle Organisation GmbH. Bereits bei den Einladungsschreiben sind die Veranstalter neue Wege gegangen und haben jedem der Kongress-Teams Raum gegeben, seine eigenen Beweggründe für die Organisation des Kongresses darzulegen.

Einladungsschreiben und weitere Kongressinformation finden sich unter www.wasistderfall.de. Dort kann man sich direkt zum Kongress anmelden.

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6. Countdown zum Metaforum SommerCamp Italien 2016

Vom 18. Juli bis 13. August 2016 findet im historischen Kloster San Marco in Abano Terme, Italien, das diesjährige METAFORUM SommerCamp statt. Das SommerCamp bietet Fortbildungsangebote aus den Bereichen Coaching und Beratung, NLP, Aufstellungsarbeit und mehr – systemisch, methodenübergreifend, innovativ.

Ein besonderes Highlight ist die Kreativwerkstatt vom 29. bis 31. Juli 2016. Sie steht unter dem Motto: „Was die Welt zusammenhält“ und bietet Raum für Austausch und essenzielle Lernerfahrungen.
Die Veranstaltung X-Change lockt mit so renommierten Namen wie Gunther Schmidt, Stephen Gilligan, Insa Sparrer, Matthias Varga von Kibéd und Bernd Iser.

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7. Veranstaltungen im Mai 2016 mit weiterführenden Carl-Auer-Literaturtipps

2. bis 3. Mai 2016, Dresden
„Kostproben aus der systemisch-lösungsorientierten und hypnosystemischen (Beratungs-)Küche“
U. a. mit Heidi Neumann-Wirsig
Evangelische Jugendbildungsstätte Dresden

Carl-Auer-Literaturtipps:
Heidi Neumann-Wirsig: „Jedes Mal anders – 50 Supervisionsgeschichten und viele Möglichkeiten“
Wilhelm Geisbauer: „Reteaming – Methodenhandbuch zur lösungsorientierten Beratung“
Steve de Shazer, Yvonne Dolan: „Mehr als ein Wunder – Lösungsfokussierte Kurztherapie heute“

5. bis 7. Mai 2016, Darmstadt
Symposium „Paartherapie“
„Paradies im Alltag – Die Zukunft der Liebe“
U. a. mit Ulrich Clement, Hans Jellouscheck und Arnold Retzer
Pauluskirche und Ev. Hochschule Darmstadt

Carl-Auer-Literaturtipps:
Angelika Eck (Hrsg.): „Der erotische Traum – Fragen der weiblichen Sexualität in der Therapie“
Mohammed El Hachimi, Liane Stephan: „Paartherapie – Bewegende Interventionen – Tools für Therapeuten und Berater“
Andrea Brandl-Nebehay, Joachim Hinsch (Hrsg.): „Paartherapie und Identität – Denkansätze für die Praxis“

6. bis 7. Mai 2016, Basel
„Der provokative Stil in Mediation, Supervision und Beratung“
mit Dr. E. Noni Höfner
Ausbildungsinstitut perspectiva

Carl-Auer-Literaturtipps:
E. Noni Höfner: „Glauben Sie ja nicht, wer Sie sind! – Grundlagen und Fallbeispiele des Provokativen Stils“

6. bis 7. Mai 2016, München
Der Biographiefaktor-Kongress
„Methoden – Konzepte – Persönliche Einsichten“
U. a. mit Bernd Schmid
Tagungszentrum im Kolpinghaus

Carl-Auer-Literaturtipps:
Andreas Kannicht, Bernd Schmid: „Einführung in systemische Konzepte der Selbststeuerung“
Bruno Hildenbrand: „Einführung in die Genogrammarbeit“
Carmen Beilfuß: „Fragen können wie Küsse schmecken – Systemische Fragetechniken für Anfänger und Fortgeschrittene“

9. Mai 2016, Köln
DGSF-Fachtag: „Systemische Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe“
U. a. mit Alexander Korittko
Maternushaus

Carl-Auer-Literaturtipps:
Alexander Korittko: „Posttraumatische Belastungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen“
Iris Winkelmann: „Systemisch-ressourcenorientiertes Arbeiten in der Jugendhilfe“
Frank Eger: „Lösungsorientierte Soziale Arbeit“

12. Mai 2016, München
Fachtag „Das Fremde und die Vielfalt – in uns, um uns, zwischen uns“
„Systemische Perspektiven in interkulturellen Kontexten“
Kulturhaus Milbertshofen

Carl-Auer-Literaturtipps:
Thomas Hegemann, Cornelia Oestereich: „Einführung in die interkulturelle systemische Beratung und Therapie“
Arist von Schlippe, Mohammed El Hachimi, Gesa Jürgens: „Multikulturelle systemische Praxis – Ein Reiseführer für Beratung, Therapie und Supervision“
Ute Clement: „Kon-Fusionen – Über den Umgang mit interkulturellen Business-Situationen“

12. bis 13. Mai 2016, Berlin
„Impact-Techniken für die Gestaltung von zwischenmenschlichen Beziehungen (Familie, Geschwister, Paare, Freunde)“
mit Danie Beaulieu
Kinderhypnose – M.E.G.-Regionalstelle, Berlin

Carl-Auer-Literaturtipps:
Danie Beaulieu: „Impact-Techniken für die Psychotherapie“
Danie Beaulieu: „75 Bilder für die Entwicklung der emotionalen Intelligenz von Kindern“

12. bis 17. Mai 2016, Pöllauberg (Österreich)
Österreichische Gesellschaft für ärztliche und zahnärztliche Hypnose
ÖGZH-Pfingstklausur
U. a. mit Gary Bruno Schmid und Cornelie C. Schweizer
Hotel Retter, Pöllauberg

Carl-Auer-Literaturtipps:
Donald R. Liggett: „Sporthypnose – Eine neue Stufe des mentalen Trainings“
Cornelie C. Schweizer: „Vom blauen Dunst zum frischen Wind – Hypnotherapeutische Raucherentwöhnung in 5 Sitzungen. Das Tübinger Programm“
Elvira Muffler (Hrsg.): „Kommunikation in der Psychoonkologie – Der hypnosystemische Ansatz“

14. Mai 2016, Wien
Intensiv-Supervisionstag
„Gruppensupervision und intervisorischer Austausch für PsychotherapeutInnen und andere HelferInnen und BeraterInnen“
mit Herbert Gröger
IST – Institut für Systemische Therapie

Carl-Auer-Literturtipps:
Andrea Ebbecke-Nohlen:„Einführung in die systemische Supervision“
Oliver König: „Gruppendynamik und die Professionalisierung psychosozialer Berufe“
Heiko Kleve: „Aufgestellte Unterschiede – Systemische Aufstellung und Tetralemma in der Sozialen Arbeit“

26. bis 29. Mai 2016, Heidelberg
2. Tagung „Reden reicht nicht!?“
U. a. mit Reinhold Bartl, Michael Bohne, Eleonore Höfner, Evelyn Beverly Jahn, Martin Lemme, Annalisa Neumeyer, Matthias Ohler, Eva Pollani, Claudia A. Reinicke, Gary Bruno Schmid, Gunther Schmidt, Karl-Josef Sittig und Bernhard Trenkle
Stadthalle Heidelberg

Carl-Auer-Literaturtipps:
Vorankündigung, Erscheinungstermin Mai 2016
Michael Bohne, Matthias Ohler, Gunther Schmidt, Bernhard Trenkle (Hrsg.): „Reden reicht nicht!? – Bifokal-multisensorische Interventionsstrategien für Therapie und Beratung“

reden-reicht-nicht

Annalisa Neumeyer : „Einführung in das therapeutische Zaubern“
Michael Bohne: „Klopfen mit PEP! – Anleitung zur emotionalen Selbsthilfe“

Wichtiger Hinweis: Für alle, die mehr Vorlaufzeit brauchen, um Veranstaltungen einplanen und besuchen zu können, gibt’s auf unserer Website einen Veranstaltungskalender. Er wird kontinuierlich aktualisiert und ergänzt: www.carl-auer.de!

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Soviel für heute aus Heidelberg.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Carl-Auer Team

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